TVB-Damen: Abruptes Saisonende durch Corona

Nach gutem Saisonstart kamen die „Personalpobleme“

von Ina Hagemann und Alicia Verlinden

 

Am 14. September 2019 starteten wir mit einem Heimspiel und einem 24:19 Auftaktsieg erfolgreich in die Handballsaison 2019/20. Zu diesem Sieg trug maßgeblich Jaqueline von Rauchhaupt bei, die mit 7 Toren glänzen konnte. Der zweite Spieltag führte uns zum TV Schiefbahn, deren Damen auch im Kreispokal auf uns warten sollten. Dort fiel es uns schwer, an die Leichtigkeit des ersten Spieles anzuknüpfen, in dem scheinbar alles funktionierte. Strittige Schiedsrichterentscheidungen und Pech im Abschluss machten uns zudem einen Strich durch die Rechnung. Immerhin konnten wir uns am Ende mit 13:13 einen Punkt erkämpfen und mit der Erkenntnis in die Heimat fahren, dass auch gegen diesen Gegner durchaus ein Sieg möglich gewesen wäre.

In Uerdingen ging es dann wieder merklich bergauf und wir gewannen deutlich 27:18. Vor allem unsere Kreisläuferin Ricarda Mooren hat mit 5 Toren ein gutes Spiel auf die Platte gebracht. Kleiner Wermutstropfen – leider haben sich die Uerdingerinnen im Laufe der Hinrunde dazu entschieden, ihre Mannschaft zurück zu ziehen. Der vierte Spieltag führte uns zum SV Straelen. Gegen den derzeitigen Tabellenführer konnten wir lange mithalten, mussten uns aber am Ende geschlagen geben und erlebten die erste Niederlage der Saison (17:21).

Nachdem der ASV Süchteln mangels Spielerinnen nicht bei uns antreten konnte, stand als nächstes das Lokalderby gegen den TV Lobberich auf dem Plan. Ann-Kathrin van Kessel wechselte an diesem Spieltag temporär und sehr erfolgreich vom Feld ins Tor. Wir fanden zur alten Stärke zurück und konnten nach einem deutlichen 24:16 Sieg zwei Punkte aus Lobberich mit nach Hause nehmen.

Im weiteren Verlauf der Hinrunde lief es dann leider erst einmal nicht mehr so gut. Zuerst verloren wir unser erstes Heimspiel gegen St. Hubert sehr knapp mit 18:20. Trotz 11 Toren von Alicia Verlinden reichte es am Ende nicht mehr zum Sieg. In Oppum mussten wir uns deutlich 10:17 geschlagen geben. Dennoch hielten wir hier mit stark dezimiertem Kader lange Zeit gut mit, hatten nach der Halbzeit gegen die erfahrenen Damen aus Oppum aber keine Chance mehr.

Im Kreispokal kamen wir durch ein Freilos direkt in die zweite Runde und spielten im Achtelfinale gegen unseren Ligakonkurrenten Schiefbahn. Deren starke Torhüterin, eine schwächelnde Abwehr unsererseits und ein weiterhin stark verringerter Kader ließen einen Sieg gegen Ende in weite Ferne rücken. Dennoch gingen wir mit einem guten Gefühl aus dem Spiel, da das Zusammenspiel passte und die Stimmung während des Spiels sehr positiv war (15:19).

Das letzte Hinrundenspiel bestritten wir in heimischen Gefilden und empfingen die 3. Damenmannschaft aus Grefrath. Unsere Abwehr stand in diesem Spiel wieder einmal sehr gut und Yola Breidenbach vertrat Ina Hagemann im Tor. Zwei gehaltene 7-Meter und ein gutes Stellungsspiel konnten sich sehen lassen.

Vorne spielten wir gut zusammen und brachten die Grefrather Abwehr in Bewegung. So konnten wir unsere Kreisläuferin Ricarda Mooren direkt zu Beginn zweimal zum Torerfolg bringen und unsere Linksaußen Alicia Verlinden durfte durch tolle Anspiele und stark heraus gespielte 7-Meter von Ann-Kathrin van Kessel mit 11 Toren glänzen. Leider bekamen wir aus dem Rückraum durch viel Wurfpech keinen richtigen Zugriff auf das Spiel.
Dennoch gelang es uns, den 6:9 Rückstand aus der ersten Halbzeit aufzuholen und konnten uns sogar wieder leicht absetzen, bis Grefrath wieder herankam. In den spannenden letzten Spielminuten führten wir bis kurz vor dem Spielende mit einem Tor, kassierten aber 30 Sekunden vor Schluss noch den Ausgleich und es blieb beim Endstand von 17:17.

Die Sorgen um den sonntäglichen Frühstart um 11:00 Uhr gegen die Damen aus Bockum stellten sich im Nachhinein als unbegründet heraus – mit einem 12:23 konnten wir auswärts glänzen, wenn auch das Spiel von vielen Unterbrechungen und einer schweren Verletzung geprägt war. Unsere Mittespielerin Yola Breidenbach zog sich im Kampf um den Ball eine Nasenfraktur zu, ist aber zum Glück genesen und nahm zügig wieder am Trainings- und Spielbetrieb teil. Im nächsten Heimspiel gegen Schiefbahn mussten wir uns dann leider wieder deutlich geschlagen geben. Mit bereits vermindertem Kader schafften wir es nicht über ein 14:21 hinaus und wir verloren somit alle drei Begegnungen gegen die Schiefbahner Damen.

Die nächsten beiden Partien gegen Straelen und Süchteln waren hart umkämpft. Stark unterbesetzt ging es zunächst gegen den Tabellenführer aus Straelen. Zu unserer eigenen Verwunderung hatten wir den Gegner bis zur 45. Minute im Griff und setzten uns mit schönen Spielzügen und durch ein starkes Zusammenspiel des Teams ab. Am Ende ließen leider die Kräfte nach und ein 7-Meter für die Straelenerinnen in den letzten 30 Sekunden machten unsere Hoffnungen auf einen Punkt durch unentschieden zunichte – Straelen traf ohne angehaltene Zeit, wir schafften es im letzten Angriff nicht mehr, den Ball im gegnerischen Tor zu versenken und mussten uns 19:22 geschlagen geben.

Im vorerst letzten Saisonspiel in Süchteln konnten wir das Pech der letzten Spielsekunden nicht abschütteln. Über weite Strecken des Spiels lagen wir im Lokalderby vorne, doch wenige Sekunden vor Schluss schenkte uns die erfahrenste Spielerin aus Süchteln den gegnerischen Siegtreffer zum 22:21 ein.

Seit Saisonbeginn dürfen wir Corinna Theven auf der Platte willkommen heißen. Cori wechselte vom SC Waldniel zu uns. Mittlerweile sind wir für diese Verstärkung umso dankbarer, da in der Rückrunde gleich vier unserer Spielerinnen schwangerschaftsbedingt pausieren mussten – an dieser Stelle noch einmal herzliche Glückwünsche an Anna von Gehlen, Judith Liedtke, Jaqueline von Rauchhaupt und Marta Turzynska!

Trotz aller Widrigkeiten stehen wir mit 10:14 Punkten auf dem 6. Platz im Tabellenmittelfeld. Auch uns hat nun die Spiel- und Trainingspause auf unbestimmte Zeit erreicht – wir warten ab, ob die noch fehlenden Partien gegen St. Hubert, Grefrath und Oppum nachgeholt werden können. Klar ist allerdings, dass wir in der wann auch immer kommenden nächsten Saison eine Mannschaft melden und wieder mit einer Kombi aus Spaß und Ehrgeiz angreifen werden!

 Torschützinnen (inkl. Pokal und Hinrundenspiel Uerdingen):

Alicia Verlinden (87 Tore/davon 22 Siebenmeter), Corinna Theven (31/1), Ann-Kathrin van Kessel (23), Ricarda Mooren (21/3), Jaqueline von Rauchhaupt (15), Lea Jansen (14), Sabrina Schmitz (13/1), Anna von Gehlen (10), Julia Heythausen (7), Judith Liedtke (4), Yola Breidenbach (4/1), Silke Jennen (2/1), Luzia Heitzer (1), Ina Hagemann, Elena Moerders, Angela Ficarra, Teresa Lammertz